Kulturkonferenz zieht Bilanz und schaut in die Zukunft

Uebigau-Wahrenbrück, den 01.03.2018

Austausch über Strategien und Potenziale im Landkreis Elbe-Elster

 

Aus kultureller Sicht stand der Landkreis Elbe-Elster in den vergangenen Jahren vor großen Herausforderungen. So fand 2014 im Herzen der Region, im Schlossareal Doberlug, die Erste Brandenburgische Landesausstellung statt. Im vergangenen Jahr mischte der Landkreis beim 500. Jahrestag des Beginns der Reformation in Deutschland mit vielfältigen Aktivitäten kräftig mit. Und der neu gegründete Museumsverbund Elbe-Elster hat sich mit neuen Dauerausstellungen und Sonderpräsentationen in der Kulturlandschaft des Landkreises einen festen Platz erarbeitet. „Alle diese Aktivitäten und Projekte wurden nicht nur erfolgreich gemeistert. Sie brachten auch richtig zusätzlichen Schwung in die Kulturarbeit in Elbe-Elster“, betonte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski in seinem Fazit auf der zweiten Kulturkonferenz. Der Landkreis hatte zu der Tagung am 23. Februar Kulturverantwortliche und Kulturakteure unterschiedlicher Ebenen ins Bürgerzentrum nach Herzberg eingeladen, um einerseits „eine Bilanz und Standortbestimmung unserer Kulturarbeit“ vorzunehmen. „Andererseits wollen wir Überlegungen skizzieren und in die Öffentlichkeit bringen, wie wir uns die Entwicklung als Landkreis mit den in unserer Verantwortung liegenden Kulturbereichen in den kommenden Jahren vorstellen“, sagte der Landrat. Ziel sei es, eine aktuelle Kulturentwicklungskonzeption für den Landkreis Elbe-Elster für die nächsten fünf Jahre zu erarbeiten. Eine Zwischenstation auf diesem Weg wird im November die Bildungskonferenz des Landkreises sein, die sich thematisch mit der kulturellen Bildung befassen wird.

Vielfältige Impulse im Landkreis Elbe-Elster hat die Landesausstellung nach 2014 ausgelöst. Zum Beispiel erwuchs aus der Schau die Gründung des Museumsverbundes Elbe-Elster. Weiterhin war die Landesausstellung der Startschuss einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt, die durch das Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr sogar noch ausgebaut werden konnte und in diesem Jahr fortgesetzt wird.

„Nach 2014 mit der Landesausstellung war das Vorjahr mit der kulturtouristischen Kampagne rund um den Luther Pass aus kultureller Sicht unser erfolgreichstes. Fast jeder Ort im Landkreis leistete auf seine Art einen thematischen kulturellen Beitrag zum Reformationsjubiläum: Es gab Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen und Vorträge“, so Christian Heinrich-Jaschinski. Mehr als 40.000 Menschen nutzten zum Beispiel die Angebote der vier Museen des Museumsverbundes. Das Engagement hat sich auch für den Tourismus ausgezahlt. Das Reisegebiet Elbe-Elster-Land verbuchte bei den Gästen und Übernachtungen kräftige Zuwächse und liegt damit in Brandenburg an der Spitze. In diesem Jahr folgt als Landkreisbeitrag zum Jahr des europäischen Kulturerbes die Kampagne „KulturSchatzSucher“, die weitere Menschen zu einem Besuch der Region zwischen Elbe und Elster bewegen soll und dann sowohl mit einem sinnlichen als auch kulturellen Bildungserlebnis im Gepäck die Heimreise antreten lässt.

Der Landrat nutzte die Gelegenheit auf der Kulturkonferenz, allen Akteuren, Organisatoren, Pädagogen und privaten Sponsoren für die Unterstützung der Kulturarbeit in der Vergangenheit ganz herzlich zu danken. Wichtige Partner seien für die Herausforderungen der nächsten Jahre mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte sowie mit kommunalen Vertretern und der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ schon gefunden worden. U. a. steht die Neugestaltung des Mitteldeutschen Marionettentheatermuseums in Bad Liebenwerda an. Dort geht es um die Integration der internationalen Puppentheatersammlung Brockmüller und die Überarbeitung der bestehenden Ausstellung. Darüber hinaus kommt die einzigartige ostpreußische Sammlung Dohna-Schlobitten als Leihgabe ins Museum Schloss Doberlug, das damit einen Schwerpunkt auf die mitteleuropäische Adelskultur setzt.

 

Fotos Pressestelle Kreisverwaltung Torsten Hoffgaard:

 

Bürgerzentrum Herzberg, Saal