Langennaundorf

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Am Kreuzungspunkt der Bundesstraße 101 Berlin-Dresden und der Landstraße 60 Finsterwalde-Falkenberg ist der Ortsteil Langennaundorf gelegen. Hier leben heute 345 Einwohner. Die Entstehung des Ländlichen Dorfes geht bis in das Jahr 1300 zurück. Durch Langennaundorf führte die ehemalige Handelsstraße (Salzstraße) von Halle-Leipzig-Torgau kommend und nach Breslau führend, auf der die Handelsleute des Mittelalters ihre Waren, darunter Gewürze und Webereien, transportierten. Bis ca. 1870 waren die Bürger des Ortes mit Ackerbau und Viehzucht beschäftigt. Mit der Industrialisierung und dem benachbarten Bergbau im Braunkohlenbergbaugebiet Wildgrube/Tröbitz/Domsdorf fanden die meisten Siedler einen zweiten Erwerb. Gegenwärtig gibt es im Ort mehrere Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe. Des weiteren verfügt Langennaundorf über eine Kindertagesstätte. Langennaundorf ist ein typisches Angerdorf mit Rot-/Gelbklinkerbauernhöfen, viel Grün und neuen Angerwegen, die schon zum Teil bis in die benachbarten Auen und Wälder zum Wandern und Radeln einladen. Von allen Richtungen weit sichtbar befindet sich am Kreuzungspunkt die Dorfkirche, ein im Kern spätgotischer rechteckiger Feldsteinbau, der 1715 durchgreifend umgebaut und an dem der hohe quadratische Westturm in Ziegelfachwerk angefügt wurde. Beeindruckend ist die Harmonie von zeitgleicher qualitätsvoller Ausstattung und Ausmalung. Zu den Besonderheiten gehören ein barockes Stundenglas, mit dem die Länge der Predigt begrenzt wurde sowie ein vermutlich evangelischer Beichtstuhl.