Neudeck

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Der Ortsteil Neudeck liegt zwischen Bahnsdorf und Kleinrössen direkt an der "Schwarzen Elster"  mit zur Zeit 72 Einwohnern und wurde 1212 erstmals im Besitz des Ritters Thietholdi de Nidecke erwähnt.

1474 kann der Rittersitz eines Herrn von Rabiel in der Mitte des Wirtschaftshofes der heutigen Schlossanlage nachgewiesen werden.

Das Renaissanceschloss aus dem Jahre 1521 wurde auf den Resten einer kleinen Wasserburg aus dem 13./ 14. Jahrhundert errichtet. Das Schloss wurde mehrfach umgebaut, so dass es zahlreiche Elemente aus verschiedenen Stilepochen wie Renaissance, Barock und Jugendstil aufweist.

Lupold von Brandenstein begann 1521 mit dem Bau des zweigeschossigen Hauptgebäudes der Schlossanlage.

1550 ließ er den östlichen Turm errichten. Zwischen 1615 und 1687 erweiterten die neuen Besitzer, die Familie von Schleinitz, das bestehende Gebäude nach Westen und errichteten den Wendelstein und den westlichen Turm.

Während des 30-jährigen Krieges wurde das Schloss stark zerstört. Johann Friedrich von Patow veränderte die Schlossanlage zu Beginn des 18. Jahrhunderts noch einmal grundlegend. Die Fassade und die Innenräume des Schlosses wurden im Barockstil gestaltet.

1904 wurde SCHLOSS NEUDECK von seinem damaligen Besitzer Major Lettre das letzte Mal nachhaltig umgebaut. In dieser Zeit entstanden auch der Wirtschaftshof sowie eine Gartenanlage, von gartenkünstlerischer und gartenhistorischer Bedeutung.

Der letzte Besitzer vor dem Ende des 2. Weltkrieges war der Rasierklingenfabrikant Otto Roth.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde SCHLOSS NEUDECK im Zuge der Bodenreform enteignet und in den folgenden Jahrzehnten in unterschiedlicher Weise genutzt. Letzter Nutzer der Schloss- und Gutsanlage war bis 1999 die Landespolizei Brandenburg. Danach setzte ein Verfallsprozess ein, der sowohl durch Leerstand als auch durch eine gescheiterte Privatisierung entstanden war.

Diese Entwicklung versuchte von  2010 -2015  der  Förderverein-Schloss Neudeck e.V. zu stoppen. Dessen Ziel war es, den gesamten Revitalisierungsprozess von SCHLOSS NEUDECK so zu gestalten, dass die in ihrer Art bedeutendste Schloss- und Parkanlage als Sach- und Zeitzeuge baulicher, technischer, künstlerischer und historischer Leistungen in Brandenburg zu einem Leuchtturm der künftigen, ganzheitlichen Entwicklung(en) in der Elbe-Elster-Region wird.

Der Förderverein-Schloss Neudeck e.V. hatte am 06.08.2010 mit dem Land Brandenburg, vertreten durch den Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) einen Besitzüberlassungsvertrag für 30 Jahre geschlossen.

In der Präambel dazu heißt es:

„U.a. soll der Besitz erlangt werden, um Schloss, Gutshof und Parkanlage denkmalgerecht zu sanieren, so wieder nutzbar zu machen und kostendeckend zu bewirtschaften."

Aufgrund der Entscheidung des Landes vom August 2015 als Eigentümer hier keine finanziellen Mittel zu investieren, sieht sich der Verein außerstande das Ziel zu erreichen und löst sich in Folge dessen auf.

 

Zwischen Neudeck und Kleinrössen schafft eine dreibogige Brücke aus dem Jahre 1905 die Verbindung zwischen beiden Orten über die "Schwarze Elster". Das Bauwerk vertritt die Brückenbaukunst der Jahrhundertwende und fügt sich stimmungsvoll in die Elsterlandschaft ein. Ein Schild an der Brücke berichtet: "Diese Brücke wurde 1945 durch eine mutige Tat des Bauern Otto Nicklisch vor der Zerstörung gerettet." Aus Sicherheitsgründen ist seit 1995 die inzwischen denkmalgeschützte Betonbrücke nicht mehr in Nutzung. Die Überquerung der Elster erfolgt nunmehr über die unmittelbar daneben errichtete Brücke.

 

 

 

 

Text noch in Bearbeitung betr. Mühle usw.