Wildgrube

Wildgrube städtische Kirche

 

Unser Ort wurde erstmals im Jahre 1309 mit dem Namen „Wiltgrube“ erwähnt. Zu dieser Zeit war es ein Herrschaftsdorf der Herren von Ileburg. 1504 ging Wildgrube an das kurfürstliche Amt Liebenwerda über. Bei zwei großen Bränden im Jahre 1637 brannte Wildgrube nieder, so dass nur noch 2 alte Frauen dort wohnten. Im Jahre 1816 zählte der Ort jedoch bereits wieder 102 Einwohner.

 

Der Beginn der Bergbauepoche ab 1875 und speziell mit dem Aufbau der „Beutersitzer Kohlewerke“ bei Wildgrube, stiegen die Einwohnerzahlen drastisch an. 1910 wohnten 456 Menschen im Ort. Mit  Inbetriebnahme der Brikettfabrik „Louise“ 1882 und der Brikettfabrik „Wilhelm“ 1899 entwickelte sich der Bergbau zum größten Arbeitgeber in der Region um Wildgrube bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Infolge des 2. Weltkrieges stieg die Einwohnerzahl durch Umsiedler bzw. zeitweilige Unterbringung von Flüchtlingen im Jahr 1946 auf die Rekordzahl von 758. Auch im Jahre 1956 zählte Wildgrube noch 600 Einwohner.

Eine der bedeutendsten Baumaßnahmen der Nachkriegszeit  war die Errichtung der gemeindeeigenen Kirche in den Jahren 1949 bis 1951. Im Eingangsbereich befindet sich der Gedenkstein „Zur Erinnerung an unsere Gefallenen und Vermißten aus dem Kriege 1939 – 1945“. Das Denkmal an der Domsdorfer Straße erinnert an die gefallenen Soldaten aus dem 1. Weltkrieg. Die Gedenkstätte für die 17 jüdischen Bürger aus dem sogenannten „verlorenen Transport“ des Konzentrationslagers Bergen-Belsen liegt an der Bahnlinie Falkenberg – Cottbus.

Jährlich finden das Maifeuer und in der Adventszeit ein kleiner Weihnachtsmarkt statt.

Die regelmäßigen Treffs der Ü55- Generation haben bei den Wildgrubern Zuspruch gefunden.

Ab minus zwei Grad Dauerfrost ist es möglich, mit der  Beschneiungsanlage der Firma D.Knape unseren Rodelberg zur Freude der Kinder mit Schnee zu versorgen.

Am Ende des Ortes in Richtung Beutersitz - Bahnhof befindet sich die Kindertagesstätte „Zwergenland“, die als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet wurde.

Bei einer Radtour durch Wildgrube, als Teil des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, kann man sich an der Tafel „Touristisches Leitsystem im Städteverbund“ ausruhen. In dessen unmittelbarer Nähe befinden sich die Bäckerei Biernacki und die Kirche.

 

http://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/elbe-elster/aktuell_20090111_wildgrube_EE.html

Wildgrube war beim Rbb Landschleicher 10.01.2009 zu sehen.