München

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Das kleine Straßendorf liegt nordöstlich von Uebigau auf einer Sandinsel des Nordarms der Schwarzen Elster.

1300 erfolgte die erste  urkundlich Erwähnung. Die Gründung der Siedlung geht vermutlich auf Mönche zurück. 1422 und 1504 wird ein Hammerwerk erwähnt, das aus Raseneisenstein gewonnenes Eisen verarbeitete.

1561stand in München eine von einem Elsterarm getriebene Wassermühle mit drei Mahlgängen, einer Ölmühle und einem Hammergang.

1681, nach dem 30-jährigen Krieg gab es nur noch 5 Einwohner im Ort. 1891 waren es 6 Häuser und 40 Einwohner.

Das an der Landstraße stehende Ortsbild prägende Fachwerkwohnhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehört zu den ältesten Mühlengebäuden des Landkreises Elbe-Elster.

 

Seit dem Jahre 2001 lässt der Ort besonders aufhorchen. An drei Tagen wird dann das Oktoberfest in München an der Elster  auf der Wies`n neben dem Fluss gefeiert. Das „Münchner Oktoberfest“ zieht jährlich mehrere Tausend Besucher an.

"Von Null auf Hundert, das 1. Oktoberfest in München bei Uebigau war ein Hammer", so berichtete die RUNDSCHAU von der Premiere im Jahr 2001. Etwa 2000 Gäste wurden gezählt und damit 84-mal so viel wie der Ort Einwohner hat. Schnell wurden die Medien auf das außergewöhnliche Fest im 26 Einwohner (!) zählenden Stadtteil von Uebigau im Süden Brandenburgs aufmerksam. Und seitdem ist die Besucherzahl nahezu ununterbrochen gestiegen. Zwischen 10- und 15 000 werden jetzt an drei Tagen gezählt. Die Namensgleichheit zum großen Fest in Bayern hat ihre Wirkung damit nicht verfehlt. München ist Kult, sagen die Besucher und lauern jährlich aufs Neue auf Maßbiertrinken, fesche Damen im Dirndl und Burschen in Lederhosen. Gaudi, Haxen, Hendl – hierzulande blieb es der Broiler – das alles übt einen magischen Reiz aus.

 

Im Rahmen des Wassertourismusprojektes seit 2007 entstanden an der Schwarzen Elster mehrere Kanu-Anlegestellen, auch diese an der Münchner Brücke gegenüber des Elster-Radweges.