Wildgrube

Wildgrube städtische Kirche

Touristisches Leitsystem in Wildgrube mit Storch 2017

Der seit dem Jahre 1998 zur Stadt Wahrenbrück und seit 31.12.2001 zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück gehörende Ortsteil Wildgrube mit den Ortslagen Dorf, Bahnhof und BKW wurde im Jahre 1309 zum ersten Mal unter dem Namen "Wolfsgrube" erwähnt. Bereits im Jahre 1335 wurde er als "Wyltgrube" bezeichnet. Im Jahre 1384 wurde der Ort an die Herren von Köckritz verpfändet. Im Jahre 1516 ging Wildgrube dann an das kurfürstliche Amt Liebenwerda über. 1516 wurde es zum größten Teil von Frondiensten befreit. Anno 1589 bewohnten 3 Gärtner sowie 14 Bauern, die 12 Hufen Gemeindeflur bewirtschafteten, den Ort. Bei einem großen Brand im Jahre 1637 brannte Wildgrube nieder, lediglich 3 Wirte saßen in ihren Häusern. 10 Hüfner waren verbrannt. Bei einem weiteren Feuer im gleichen Jahr brannte der Ort bis auf die letzte Hütte nieder, nur noch 2 alte Weiber wohnten im Ort, welche sich durch Betteln ernährten. Im Jahre 1816 zählte der Ort bereits 102 Einwohner. Haupterwerbszweig für die Wildgruber bildete die Landwirtschaft. So wurden bei der Viehzählung im Jahre 1835 noch 116 Schafe, 25 Pferde, 14 Rinder und 57 Schweine gezählt. Mit Beginn der Bergbauepoche im Jahre 1882 und speziell mit dem Aufbau der "Beutersitzer Kohlewerke" bei Wildgrube stiegen die Einwohnerzahlen erheblich an. So wohnten im Jahre 1910 bereits 456 Menschen im Ort. Der Bergbau entwickelte sich zum bedeutendsten Arbeitgeber in der Region Wildgrube, bis in die 90iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Eine der bedeutendsten Baumaßnahmen der Nachkriegszeit in Wildgrube war der Bau der gemeindeeigenen Kirche in den Jahren 1949 - 1951. Im Inneren der Kirche befindet sich der Gedenkstein "Zur Erinnerung an unsere Gefallenen und Vermißten aus dem Kriege 1939 - 1945."Das Denkmal für die Gefallenen aus dem 1. Weltkrieg steht an der Domsdorfer Straße. Die Gedenkstätte für die 17 jüdischen Bürger aus dem sogenannten „verlorenen Transport“ aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen befindet sich an der Bahnlinie Falkenberg – Cottbus.

Infolge des 2. Weltkrieges stieg die Einwohnerzahl durch Umsiedler bzw. zeitweilige Unterbringung von Flüchtlingen im Jahr 1946 auf die Rekordzahl von 758. Auch im Jahre 1956 zählte Wildgrube noch 600 Einwohner. Mit der Wende war ein radikaler Abbau von Arbeitsplätzen im Territorium verbunden. Aus diesem Grunde stellt Wildgrube in der Gegenwart eine fast reine Wohngemeinde mit einigen kleinen Gewerbebetrieben und einer Kindertagesstätte dar. Die Einwohnerzahlen haben sich in den letzten Jahren auf unter 300 eingepegelt, Stand März 2016 = 255 Einwohner.

Neben der Kindertagesstätte „Zwergenland“, die als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet wurde, gibt es ortsansässige Gewerbetreibende und Vereine.

Bei einer Radtour durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft kann man sich in Wildgrube am „Touristischen Leitsystem im Städteverbund“ ausruhen. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Bäckerei Biernacki, der historische Wäscheplatz und die Kirche.

 

http://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/elbe-elster/aktuell_20090111_wildgrube_EE.html

Wildgrube war beim Rbb Landschleicher 10.01.2009 zu sehen.

 

Aktivitäten 2016

 

 

 

 


Aktuelle Meldungen

Störche in Wildgrube sind da

(06.04.2016)

Der 1. Storch ist am 04.04.16 eingeflogen. Der 2. Storch ist am 06.04.16 angekommen.

Foto zu Meldung: Störche in Wildgrube sind da