Historischer Stadtkern Uebigau

Rathaus

Telefon (035365) 87010
Mobiltelefon (0174) 9560169

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.ag-historische-stadtkerne.de/ http://www.ag-historische-stadtkerne.de/
Homepage: www.elbe-elster-land.de/de/kultur-historie/historische-staedte.html http://www.elbe-elster-land.de/de/kultur-historie

Postsäule

Die Ersterwähnung von „Ubigowe“ datiert aus einer Urkunde von 1235 über einen Streit um Honigweiden.
Im Jahr 1303 erhält die Siedlung Stadtrecht. Archäologische Funde aus der Eisen- und
Bronzezeit im heutigen Stadtgebiet belegen eine wesentlich frühere Siedlungstätigkeit. Die Stadt
entwickelte sich vermutlich im Schutz einer Burg, die möglicherweise auf einen slawischen Vorgängerbau
zurückgeht. Einen natürlichen Schutz für Siedlung und Burg boten die alten Elsterarme, die
die Ansiedlung einschlossen. Der nachweisbare erste Burgherr war Peter von Glubatzk und Ende des
13. Jahrhunderts die Herren von Ileburg (Eilenburg).
Ein Nebenzweig der alten west-östlich verlaufenden Fernhandelsstraße von Leipzig, Eilenburg, Torgau
weiter nach Doberlug, Spremberg, Breslau querte in der Nähe von Stadt und Burg die Schwarze Elster
und dürfte wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt beigetragen haben. Vermutlich war
der Handelsweg der Anlass, um Ausgang des Mittelalters den relativ großen Marktplatz planmäßig
anzulegen und die Straße diagonal darüber zu führen. In der Platzmitte musste die Straße einen
kleinen Bogen um das gotische Rathaus machen, das beim Stadtbrand von 1693 zerstört und nicht
wieder aufgebaut wurde. Erst 150 Jahre später erwarb die Stadt das heutige Rathaus, was damals
das einzige Bürgerhaus der Stadt war, welches vollständig in Stein errichtet wurde. Neben den sogenannten
Erbpachthäusern am Markt, deren Erdgeschosse ebenfalls massiv errichtet waren, bestand
die Stadt ausschließlich aus Fachwerkgebäuden, die teilweise bis heute das Stadtbild prägen. Dazu
zählt auch das aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Fachwerkhaus Doberluger
Straße 8, welches heute als Heimatmuseum dient und auf deren ehemaliger Gartenfläche Teile eines
bronzezeitlichen Dorfes rekonstruiert wurden. Früher war es ein Handwerkerhaus, das erst einem
Seifensieder und später einem Seiler gehörte. Neben dem heimatkundlichen Interieur wird eine Zinnfigurensammlung des in europäischen Sammlerkreisen bekannten Uebigauer Graveurs und Zinngießers
Johannes Frauendorf (1889 - 1972) präsentiert, von dessen über 3.000 Zinnfiguren auch Stücke
in anderen Ausstellungen, wie im Deutschen Museum in Berlin oder im Museum in Weimar gezeigt
werden.
Der Marktplatz, der 1820/25 in Lesesteinpflaster befestigt wurde, ist durch Reihen von Großpflastersteinen
gegliedert. Diese dienen nicht - wie häufig zu lesen - der Markierung zur Anordnung der Marktbuden, sondern waren zur zusätzlichen Stabilisierung der Pflasterung vorgesehen, indem man
die normalen Pflastersteine zwischen den Großsteinen nochmals einspannen konnte. Im Jahr 1730
wurde die kursächsische Postmeilensäule mit Entfernungsangaben zu 68 Orten errichtet, wobei die
heutige Säule eine Kopie aus dem Jahr 1985 ist. Weitere wichtige Gebäude der Stadt sind die St.
Nicolai Kirche, deren Bau im Kern bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, wobei der Kirchturm erst in
der Barockzeit errichtet wurde. Die heutige städtische Schlossherberge war das Hauptgebäude des
ehemaligen Gutes, das nach einem Umbau im Jahr 1904 das heutige Erscheinungsbild erhielt. Ende
des 16. Jahrhunderts war es im Eigentum von J. F. von Schönberg, der unter einem Pseudonym das
Buch von den Schildbürgern verfasst haben soll. Erwähnenswert ist noch der Neugraben, der 1576/77
angelegt wurde, um das Lochauer Schloss (Annaburg) und seine Teiche mit Wasser zu versorgen. Der
Graben umfließt im Süden und Westen die Altstadt und war früher Teil der städtischen Befestigungsanlage und betrieb die Mühle der Stadt.
Mit Unterstützung der Städtebauförderung und Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt begann
1995 die Altstadtsanierung und ermöglichte, zahlreiche öffentliche und private Gebäude stadtbildgerecht
instand zu setzen und zu modernisieren sowie Straßen und den Marktplatz mit ortsüblichem
Natursteinmaterial neu zu pflastern. Seit 1990 unterhält Uebigau freundschaftliche Beziehungen zu
Bad Driburg, eine Stadt im Teutoburger Wald.1991 wurde ein Gewerbepark mit produzierendem
Gewerbe geschaffen. Der Zusammenschluss der Städte Uebigau und Wahrenbrück erfolgte am
31.12.2001 zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück.

 

Ortsvorsteher:
Jachmann, Ulrich • Tel. 03 53 65/84 40
Wahrenbrücker Straße 25a • OT Uebigau
04938 Uebigau-Wahrenbrück

 

Anmeldung zu Historischen Stadtführungen:

Dauer:          ca. 1,5 Std.

Zielgruppe:    Erwachsene, Schulklassen oder Familien

Termine:       nach Absprache, ganzjährig, auch Laternenführungen

Treffpunkt:    Postmeilensäule

 

Begleiten Sie mich im historischen Gewande durch das ehemalige Ackerbürgerstädchen Uebigau mit seinem einzigartigen Marktpflaster, sehenswerten Fachwerkhäusern, der Nikolaikirche, dem neobarocken Schloß und den vielen kleinen Gassen.

Carmen Lademann, Gästeführerin (IHK), Mtglied im Gästeführerring Südbrandenburg/Nordsachsen e.V. und BVGD

Feldstr. 1, 04938 Uebigau

(0174) 9560169 oder (035365) 87010 E-Mail:

 


Aktuelle Meldungen

Brandenburg baut Spitzenposition im Radfernwegenetz weiter aus / neu: Radrouten Historische Stadtkerne

(15.03.2013)

Platz 3 der beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands / Brandenburg ist das Bundesland mit den meisten vom ADFC zertifizierten Qualitätsradrouten

 

Brandenburg gehört erneut zu den drei beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands, hinter Mecklenburg-Vorpommern (Platz 2) und Bayern (Platz 1). Dies zeigt die Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), die heute auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) vorgestellt wurde. Bei der Qualität der Radwege baut Brandenburg seine deutschlandweite Spitzenposition weiter aus: Durch kein anderes Bundesland verlaufen mehr vom ADFC zertifizierte Radfernwege.

Nach der Zertifizierung von vier weiteren Radfernwegen am 6. März im Rahmen der ITB verlaufen nun 18 von insgesamt 46 ADFC-Qualitätsradrouten durch Brandenburg. Neu hinzugekommen sind der Gurkenradweg im Spreewald, die Seenlandroute, die im Lausitzer Seenland 16 Seen miteinander verbindet, sowie Teil 1 und 2 der Radrouten Historische Stadtkerne. Bereits im letzten Jahr wurden durch die Qualitätsoffensive des Netzwerks Aktiv in der Natur 13 Radrouten ausgezeichnet, vier davon neu, neun weitere erhielten eine Re-Zertifizierung mit den begehrten ADFC-Sternen. Über 5.000 Kilometer und damit fast drei Viertel des insgesamt rund 7.000 Kilometer umfassenden touristischen Radfernwegenetzes in Brandenburg hat der ADFC somit anhand von Kriterien wie Routenführung, Sicherheit, Wegweisung und touristische Infrastruktur geprüft und zertifiziert.

Neben den Radfernwegen zeichnet der ADFC in diesem Jahr erstmalig auch Radtourismusregionen aus. Pilotregion ist die Prignitz. Getestet werden dafür nicht nur die Qualität der Radwege und die touristische Infrastruktur, sondern auch die Vernetzung der Radwege in der Region. Mit der in Brandenburg einzigartigen Knotenpunkt- Wegweisung hat die Prignitz gute Voraussetzungen, erste ADFC-Radtourismusregion zu werden. 

 

Weitere Informationen: www.radeln-in-brandenburg.de, weitere Informationen zur ADFC-Radreiseanalyse 2013 unter www.adfc.de.

 

Radtourismus in Brandenburg 2013

ZAHLEN – DATEN – FAKTEN (Stand 03/2013)

 

-       28 Radfernwege und mehr als 20 Regionale Radrouten, touristisches Radfernwegenetz von über 7.000 Kilometern

-       18 von insgesamt 46 ADFC-zertifizierten Radfernwegen in Deutschland und Österreich führen durch Brandenburg

-       Mehr als 5.000 Kilometer und damit fast drei Viertel aller Radfernwege-Kilometer in Brandenburg sind als „ADFC-Qualitätsradrouten“ zertifiziert

-       Brandenburg ist damit in Deutschland Qualitätsführer

-       Nicht nur bei der Qualität, auch bei der Kundenakzeptanz liegt Brandenburg weit vorne: Laut ADFC Radreiseanalyse 2013 belegt das Land erneut Platz 3 der beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands (nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern)

-       In Brandenburg sind derzeit 415 Gastgeber als Bett& Bike-Betriebe registriert

 

Zertifizierte Wege in Brandenburg im Überblick:

 

Überregionale/internationale Wege:

  • Berlin-Kopenhagen (648 km) ***
  • Oder-Neiße-Radweg (599 km) ****
  • Spreeradweg (410 km) ****
  • D-Route 3 (960 km) ***

 

Brandenburger Wege:

  • Tour Brandenburg (1.111 km) ****
  • Bischofstour (108 km, Prignitz) ****
  • Dahme Radweg (123 km, Dahme Seenland) ****
  • Oderbruchbahn-Radweg (144 km, Seenland Oder-Spree) ****
  • Oder-Spree-Tour (234 km, Seenland Oder-Spree) ****
  • Märkische Schlössertour (188 km, Seenland-Oder-Spree) ****
  • Fürst-Pückler-Weg (508 km, Spreewald, Niederlausitz, Lausitzer Seenland, Elbe-Elster-Land) ***
  • Kohle-, Wind-, & Wasser-Tour (252 km, Elbe-Elster-Land) ***
  • Niederlausitzer Bergbautour (460 km, Niederlausitz, Lausitzer Seenland, Elbe-Elster-Land) ***
  • Uckermärkischer Radrundweg (261 km, Uckermark) ***
  • Gurkenradweg (257 km, Spreewald, Dahme-Seenland, Niederlausitz)***
  • Radrouten Historische Stadtkerne Teil 1 „Norden“ Route 1 ,2 und 3 (355 km bzw. 316 km, ca. 300 km Prignitz, Ruppiner Seenland, Uckermark, Barnim, Seenland Oder-Spree)***
  • Radrouten Historische Stadtkerne Teil 2 „Süden“ Routen 4 ,5 und 6 (310km, 295 km bzw. 395 km, Potsdam, Havel, Fläming, Spreewald, Elbe-Elster))
  • Seenlandroute (186 km, Lausitzer Seenland)***

 

Wertschöpfung aus Radtourismus:

850 Millionen Euro Gesamtumsatz pro Jahr entstehen laut Fahrradbericht des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg durch den Radtourismus in Brandenburg. Dazu zählen Radwanderer, Urlauber die vom festen Urlaubsort Tagestouren per Rad unternehmen, sowie Tagesausflügler. Diese Summe entspricht 25 Prozent des gesamttouristischen Umsatzes. Der Radtourismus ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Landes.

 

Weiterführende Links zum Thema:

-       Radportal TMB Tourismus-Marketing Brandenburg, Bestellung der Übersichtskarte

„Radland Brandenburg“ sowie der Broschüre „Die schönsten Radpartien in Brandenburg“: www.radeln-in-brandenburg.de

-       Netzwerk „Aktiv in der Natur“: www.brandenburg-aktiv.info

-       Allgemeiner Deutscher Fahrradclub, Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse 2013: www.adfc.de

 

[www.radeln-in-brandenburg.de]

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Foto: Brandenburg baut Spitzenposition im Radfernwegenetz weiter aus / neu: Radrouten Historische Stadtkerne


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